Die Heizkostenverordnung gehört zur Pflicht

Im Jahr 1981 wurde die Heizkostenverordnung zur Pflicht erklärt, sie kann auch durch Klauseln im Mietvertrag nicht umgangen werden.

Übung mit dem Energieumgang



Der Sinn einer Heizkostenverordnung liegt darin, dass jeder Mieter verantwortungsvoll mit Energien umgehen soll. Während es früher häufig so war, dass die Gesamtheizkosten eines Hauses, den Mietern zu gleichen Teilen auferlegt wurden, bezahlt heute jeder Mieter nur die Menge an Heizkosten, die er auch tatsächlich verbraucht hat. Läuft die Heizung bei einem Mieter den ganzen Tag, während in einer anderen Wohnung praktisch nie geheizt wird, hat der erste Mieter demzufolge eine deutlich höhere Heizkostenabrechnung zu erwarten.

Warmmietverträge sind nicht mehr rechtmäßig

Warmmiete bedeutet, dass alle Nebenkosten bereits im Endpreis enthalten sind und keine weiteren Kosten entstehen werden. Ein solcher Mietvertrag ist nicht rechtsgültig, da die Heizkostenabrechnung entsprechend des Verbrauchs erstellt werden muss. Wer noch einen alten Warmmietvertrag besitzt, kann sich vor Gericht beispielsweise nicht darauf berufen, wenn die Miete durch Heizkosten höher ist als erwartet. In aktuellen Mietverträgen darf keine Heizkostenpauschale festgelegt werden, diese wäre nicht gültig und hätte bei einem streitigen Verfahren keinen Bestand.

Augen auf bei der Heizkostenabrechnung

Die Heizkostenverordnung besteht aus 12 Punkten, allerdings ist sie für einen Laien mitunter schwer verständlich. Anders sieht es bei den Abrechnungsunternehmen aus, sie kennen jedes Schlupfloch und wissen, auf welche Weise sie die Abrechnung sogar überteuert verschicken können. Jeder Mieter hat das Recht, seine Heizkostenabrechnung von einer unabhängigen Stelle prüfen zu lassen, überteuerte Rechnungen müssen nicht bezahlt werden, es besteht das Recht auf eine Ausbesserung seitens der Abrechnungsstelle.